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FÜR AMAZON SELLER, SHOPIFY-SHOPS, EBAY-VERKÄUFER, FULFILMENT-DIENSTLEISTER & LOGISTIKER

Die 5 fundamentalen Produkthaftpflicht Versicherungen...

Wie Du klassische Produkthaftpflicht-Anbieter entlarvst und niemals im Regen stehen bleibst - wenn dein Produkt z.B. brennt und die importierte Ware einen Schaden verursacht!

5 wichtigsten Leistungen der Produkthaftpflichtversicherung
Händler: COI Amazon Seller Klausel für EU & USA
inklusive Büro- und Betriebshaftpflichtversicherung
konventionelle & erweiterte Produkthaftpflichtversicherung
Quasi-Hersteller-Haftung (EU §) für alle Importe nach Europa
Amerika (USA) & weltweite Geltungsbereiche
TrustPilot Bewertungen unseres Sonderkonzept-Spezialanbieters:
4,7 von 5 basierend auf 256 Bewertungen
Stand: 29.12.2025
AUSSCHREIBUNG IN 2 MINUTEN

Produkthaftpflicht für deinen Online-Handel ausschreiben

Ein paar kurze Fragen zu deinem Shop — wir gleichen dein Profil mit den passenden Spezial-Versicherern ab (u. a. Hiscox, Markel) und melden uns persönlich mit einer ersten, ehrlichen Einschätzung. Gilt auch für Amazon-COI, Quasi-Hersteller-Haftung und USA-Verkauf.

2 Minuten · kostenfrei · unverbindlich
  • Bedingungen verglichen, nicht nur der Preis
  • Amazon-COI & Quasi-Hersteller-Haftung mitgedacht
  • USA/Kanada-Deckung optional gleich mit ausgeschrieben
  • Antwort persönlich von Jan Ruhoff, keine Hotline
Portrait von Jan Ruhoff, VERSIANER
Jan Ruhoff
Geschäftsführer VERSIANER · Makler mit Fliege · Annette-Allee 41, 48149 Münster
Prüft dein Profil persönlich, bevor sich jemand meldet.
1Dein Shop & Bedarf2Deine Kontaktdaten
Dein Jahresumsatz (ca.)
Was verkaufst du überwiegend?
Was ist dir besonders wichtig? (Mehrfachauswahl möglich)
Top bewertet · bis 20 Uhr erreichbar (auch sonntags) · 100 % unabhängig

Die 3 wissenswertesten Praxistipps

Hier sind drei spezifische Praxisbeispiele, die die essenziellen Risiken für unsere Versianer Zielkunden in der E-Commerce-Branche verdeutlichen sollen, und klarer machen dürften, dass dieses Sonderkonzept mitdenkt:
Teures Bildmaterial: Urheberrechtsverletzung
Die Veröffentlichung unlizenzierter Bilder eines Online-Bildarchivs auf der eigenen Webseite führt zu Unterlassungsansprüchen und Schadensersatzforderungen durch den Rechteinhaber. Da das Urheberrecht automatisch mit der Erstellung eines Werkes entsteht, können bereits kleine Unachtsamkeiten bei der Gestaltung des Webshops zu finanziellen Schäden führen.
Import-Falle: Haftung für Mängelware
Bezieht ein Online-Händler Waren aus Nicht-EU-Ländern (z. B. Indien oder China), gilt er als Importeur in den Europäischen Wirtschaftsraum und haftet bei Produktschäden so, als wäre er der eigentliche Hersteller. Verursacht ein solches Produkt beispielsweise eine allergische Reaktion beim Kunden, muss der Händler für Heilbehandlungskosten und Schmerzensgeld aufkommen.
Rutschgefahr: Unfall bei der Warenabholung
Besitzt ein Online-Shop eigene Lagerflächen, haftet der Betreiber für Unfälle auf dem Betriebsgelände, wie etwa den Sturz eines Paketboten auf nicht gestreutem Glatteis im Winter. In einem solchen Fall übernimmt die Versicherung die resultierenden Kosten für das Krankenhaus, die Reha sowie den Verdienstausfall des Geschädigten.

Typische Schadensfälle die versichert sein sollten...

Rückrufgefahren bei drohenden Personenschäden
Ein Spielzeughersteller muss Teddybären zurückrufen, weil sich die Augen lösen und Kleinkinder daran ersticken könnten.
Ein anderes Beispiel sind Trikots aus China, die aufgrund chemischer Verunreinigungen massiven Hautausschlag (Weltmeisterschaft 2024) verursachten und per Rückruf aus dem Markt genommen werden müssen.
Haftpflichtversicherungszertifikat von Amazon Retailer mit hervorgehobenen Details und QR-Code.
Ein Online-Händler vertreibt über Amazon USA Schokolade mit Cornflakes-Stücken. Diese sind jedoch zu groß und scharfkantig geraten, was bei Käufern zu Zahnfleischblutungen führt. Die Kosten für Ansprüche und Anwälte belaufen sich auf ca. 55.000 €.
• Überhitzung/Verbrennung: Eine Heizdecke erwärmt sich aufgrund eines Defekts an Stellen auf bis zu 100 °C statt der vorgesehenen 50 °C, was bei Kunden zu schweren Verbrennungen führt.
WICHTIG: Diese Deckungserweiterung ist nur individuelle zu erhalten, und nicht automatisch mitversichert!
Cyberangriff legt Webshop lahm
Dein Onlineshop wird Opfer eines gezielten Denial-of-Service-Attacke (DDoS). Gemini oder ChatGPT mit der Code-Funktionen können das bereits. Die Website des Shops ist für mehrere Tage offline und der Verkauf steht still. Gesamtschaden in der Black-Week nur 138.000€: + Ertragsausfall 125.000 Euro + Computerforensik 1.500 Euro + Krisenmanagement 3.500 Euro + Wiederherstellung 8.000 Euro. => Zusatzmodul der Cyber-Versicherung übernimmt die entstandenen Kosten komplett.
Hardwarediebstahl bei Onlineshop-Betreiber
Der eCom Versicherungsnehmer, eines bekannten Onlineshop-Betreiber, nimmt an einer viertägigen Messe 'This is Marketing' teil. Am ersten Messetag wird ihm seine Aktentasche mit Smartphone und Laptop aus dem Hotelzimmer gestohlen. Für die verbleibenden Messetage musste er sofort Ersatzgeräte besorgen, denn er war Speaker im eCom Penal. Die Beschaffung von Ersatzgeräten koste ihn 2.500 Euro, was im Nachgang dann von der HISCOX Versicherung übernommen wurde.
Endprodukt-Hersteller brauchen keine erweiterte Produkthaftpflicht
Erweiterte Produkthaftpflicht
Ausschnitt der Anforderungen zum COI Zertifikat von Amazon
Du hast auf deiner Weltreise ein super günstigen Ersatz für Fliesen gefunden, welches Du in günstigen Massen nach Deutschland importierst und teuer verkaufst. Doch... Schadensfall in Deutschland: => Fliesenlast hält nicht DIN-Norm von 150kg nicht.
In diesem Fall hat sowohl der Kunde, wie auch der Underwriter der Versicherung geschlafen und das Ding war versichert. Doch wurden Nachbesserungen schriftliche fixiert und der Kunde musste glasklar darlegen, dass ein solcher Schaden nicht erneut passieren kann. Erweiterte Produkthaftpflicht inkludiert die Vermögensschäden, die resultieren, weil hier zum Beispiel nicht weitergebaut werden konnte!
Elektronik im CoWorking Space / Office / Worldwide
Diebstahl am Flughafen oder im Hotelzimmer in der Normaden Oase Mexicos, Sansibar oder Thailands sind NoBrainer. Wie sieht es mit Eigenschäden (Fehlbedingungen aka. 'Dämlichkeit') aus? Genau. Alles was mit einem Stecker geladen werden kann oder eine Batterie benötigt ist günstig mitversichert.
Allergische Reaktion auf Ware
Schal Klamotten-Webshop: Ein fröhliches Schreiben eines Rechtsanwalts trudelte Montagsfrüh auf meinen Tisch. Ein Kunde des Webshops stellt Schadenersatzansprüche wegen der Heilbehandlung und fordert Schmerzensgeld, da der Schal nachweislich mit Schadstoffen belastet war und der Versicherungsnehmer als Importeur in der EU als Quasi-Hersteller haftet: 5.000 Euro versichert, aber mit der Auflage zu prüfen...

Produkthaftpflichtversicherungen

- was ist jetzt versichert?
Produkthaftpflicht für Online-Shops auf einen Blick: Was muss versichert sein...
Online Shop Betriebshaftpflicht
Viele Händler betreiben Private Labeling oder importieren direkt aus Fernost, wodurch sie rechtlich als Quasi-Hersteller gelten. Genau für diesen Fall braucht es eine Betriebshaftpflicht mit erweiterter Produkthaftpflicht, die diese besondere Herstellerhaftung von Anfang an mitversichert.
Haftpflichtversicherungszertifikat von Amazon Retailer mit hervorgehobenen Details zu Versicherungsnehmer, Versicherungssumme und Geltungsbereich.
Zertifikat für Amazon Seller inkl. Amazon Klausel
Die Amazon-Existenzangst (COI-Falle): Wenn ein Seller die Umsatzgrenze von 10.000 USD in einem Monat auf Amazon.com überschreitet, fordert die Plattform innerhalb von 30 Tagen einen Versicherungsnachweis (Certificate of Insurance, COI).
EU Import aus z.B. China: Quasi-Herstellerhaftung
Ein moderner Schutz muss automatisch mitwachsen, denn Unternehmer haben keine Zeit, jede Sortimentserweiterung oder den Wechsel von stationärem zu Online-Handel sofort zu melden. Deckungslücken entstehen oft dann, wenn die Police starr ist und die Dynamik des Handels nicht abbildet
Import- & Markenabsicherung
Sichert Haftungsrisiken als Quasi-Hersteller bei Eigenmarken oder Importen aus Nicht-EU-Ländern wie China umfassend ab. Auch Urheber- und Markenrechtsverletzungen auf deiner Website sind direkt integriert.
USA Amerika Deckung
Formular „Confirm Insurance Requirements“ mit 10 Anforderungen und einem Beispielzertifikat.
Wer als Amazon-Seller die 10.000-USD-Umsatzschwelle in einem Monat überschreitet, muss innerhalb von 30 Tagen ein Certificate of Insurance mit „Additional Insured“-Klausel und mindestens 1 Mio. USD Deckungssumme vorlegen. Spezialisierte Policen stellen dieses COI automatisiert im Online-Antrag aus und sichern erste US-Umsätze bis 25.000 € im ersten Jahr beitragsfrei mit ab.
Automatische Skalierung
Erweiterungen des Produktsortiments oder neue Vertriebskanäle (online/offline) sind ohne neue Meldung sofort mitversichert. Dein Schutz passt sich dynamisch der aktuellen Entwicklung deines Unternehmens an.
Modularer Allround-Schutz
Kombiniert Haftpflicht, Cyber-Risiken und Sachinhalt in einer einzigen, flexiblen Police. Das verhindert gefährliche Deckungslücken bei gleichzeitig geringem Verwaltungsaufwand.

Wichtige Fakten: NICHT in Produkthaftpflichtversicherungen

Genauso wichtig wie der Leistungsumfang ist die Kenntnis der Grenzen deiner Produkthaftpflichtversicherung. Die folgenden Punkte sind bei nahezu jedem Anbieter grundsätzlich ausgeschlossen - so kannst du realistisch einschätzen, wo du zusätzlich vorsorgen solltest.
Schäden an den hergestellten Produkten selbst
Vertragsstrafen oder Garantiezusagen
Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit bei der Herstellung
Gute vs schlechte Produkthaftpflichtversicherungen (nur über erweiterte Deckungen)
Verletzung von Schutzrechten (Rechtsmängel)
Ansprüche verbundener Unternehmen
Reine Erfüllungsschäden
Bußgelder und Geldstrafen

Wichtige Fakten: NICHT in Produkthaftpflichtversicherungen

Genauso wichtig wie der Leistungsumfang ist die Kenntnis der Grenzen deiner Produkthaftpflichtversicherung. Die folgenden Punkte sind bei nahezu jedem Anbieter grundsätzlich ausgeschlossen - so kannst du realistisch einschätzen, wo du zusätzlich vorsorgen solltest.
Schäden an den hergestellten Produkten selbst
Vertragsstrafen oder Garantiezusagen
Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit bei der Herstellung
Gute vs schlechte Produkthaftpflichtversicherungen (nur über erweiterte Deckungen)
Verletzung von Schutzrechten (Rechtsmängel)
Ansprüche verbundener Unternehmen
Reine Erfüllungsschäden
Bußgelder und Geldstrafen

Produkthaftpflichtversicherung Vergleich

Die Produkthaftpflichtversicherung ist für Hersteller und Händler unverzichtbar, um sich gegen Ansprüche Dritter abzusichern, die aus fehlerhaften Produkten entstehen können. Sie schützt nicht nur vor direkten Schäden an Personen oder Sachwerten, sondern deckt auch Vermögensschäden ab, die im Zusammenhang mit Produktmängeln stehen. Gerade in Zeiten globaler Lieferketten und steigender Anforderungen an Produktsicherheit ist diese Versicherung ein entscheidender Faktor, um im Schadensfall finanziell abgesichert zu sein. Wichtig für HÄNDLER:
Smartphone zeigt die Amazon-App mit Suchergebnissen für Eiswürfelmaschinen auf einem Holztisch.

Betriebshaftpflicht

Passiver Rechtsschutz bei Vorwürfen von Außen in Bezug auf die Produkte, Dienstleistung und Mitarbeiter + Verteidigung bei überzogenen und fehlerhaften Ansprüchen von Dritten, die sich als Gechädigte äußern

passiver Rechtsschutz

Passiver Rechtsschutz bei Vorwürfen von Außen in Bezug auf die Produkte, Dienstleistung und Mitarbeiter + Verteidigung bei überzogenen und fehlerhaften Ansprüchen von Dritten, die sich als Gechädigte äußern

Vermögensschäden

Passiver Rechtsschutz bei Vorwürfen von Außen in Bezug auf die Produkte, Dienstleistung und Mitarbeiter + Verteidigung bei überzogenen und fehlerhaften Ansprüchen von Dritten, die sich als Gechädigte äußern

Quasi-Hersteller (alle EU-Importe)

Abdeckung von Aus- und Einbaukosten bei mangelhaften Produkten.
Add-On: Schutz bei Rückrufaktionen, wenn Mängel entdeckt werden.

Amazon Seller Zertifikat

Globale Reichweite mit Versicherungsoptionen für Exporte in die USA oder andere außereuropäische Länder und on top kann man auch noch Erstattung von Produktionsausfällen und entgangenem Gewinn absichern.

Online-Klickstrecke, die in 19 Schritten richtig ausschreibt & versichert

Dieser Abschnitt ist etwas fortgeschrittener, daher empfehlen wir ihn nicht, wenn du gerade erst anfängst.
I. Richtige Anbieter: 4.7 / 5 💬
Je nach Anforderungen eines Unternehmens bieten unterschiedliche Anbieter spezialisierte Lösungen an: - Händler in der EU: HISCOX, Markel, Provinzial, Baloise, ERGO, Allianz. - Absicherung für Exporte in die USA: AIG, Lloyd’s of London, HISCOX und Markel (20% Preissteigerung).
Produkthaftpflichtversicherungsklickstrecke animiert.
II. HISCOX Anbieter von Produkthaftpflichtversicherungen
Startups liegen bei bis 20.000€ bei lockeren 99€ im Jahr.
III. Umsatz
Deine aktuelle und geplante Jahresumsatzhöhe entscheidet direkt über Beitragshöhe und Deckungssumme - gib sie möglichst genau an, inklusive separater US-Umsätze, denn ab 10.000 USD Amazon-Monatsumsatz greift automatisch die COI-Pflicht.
IV. Bausteine+
Wähle die Zusatzbausteine, die zu deinem Sortiment passen: Rückrufkosten, GPSR-Pflichten, Cyber-Schutz oder Markenrechtsschutz lassen sich einzeln zubuchen und wachsen automatisch mit deinem Geschäft mit.
V. Express: 24h Policenservice
Nach vollständiger Ausschreibung stellt der Versicherer deine Police in der Regel innerhalb von 24 Stunden aus - inklusive COI-Nachweis für Amazon, sodass dein Verkauf ohne Unterbrechung weiterläuft.
Mensch am Apple PC, der sich jetzt auf macht die Klickstrecke zur Produkthaftpflicht-Ausschreibung zu beginnen.

GPSR-Versicherung: Was die Produktsicherheitsverordnung für deinen Shop bedeutet

Die General Product Safety Regulation (GPSR, EU 2023/988) gilt seit dem 13.12.2024 EU-weit für alle Produkte, die ab diesem Tag in Verkehr gebracht werden; in Deutschland ist das angepasste Produktsicherheitsgesetz seit dem 19.02.2026 in Kraft. Sie macht Onlinehändler, Importeure und Marktplatz-Seller zu Wirtschaftsakteuren mit klaren Pflichten. Kurz: Du haftest für die Sicherheit deiner Produkte — und musst das belegen können. Eine „GPSR-Versicherung“ im engeren Sinn gibt es nicht: Der Schutzschirm dahinter ist die Produkthaftpflicht mit Rückruf- und Quasi-Hersteller-Baustein.

Pflicht 1

Verantwortliche Person in der EU

Verkaufst du Non-EU-Ware, brauchst du eine benannte verantwortliche Person mit Sitz in der EU. Fehlt sie, darf das Produkt nicht in Verkehr gebracht werden.

Pflicht 2

Produkt-Doku & Risikoanalyse

Technische Unterlagen, Warnhinweise, Rückverfolgbarkeit. Bei Kontrolle musst du liefern — sonst drohen Sanktionen.

Pflicht 3

Pflichtangaben im Listing

Art. 19 GPSR: Herstellerangaben, EU-Verantwortlicher, Produktidentifikatoren und Warnhinweise pro Angebot — auch auf Amazon & Shopify.

Pflicht 4

Rückruf- & Meldeprozess

Bei Sicherheitsproblemen musst du reagieren, melden und ggf. zurückrufen können — organisatorisch und finanziell.

Achtung: Verstöße können Bußgelder, Vertriebsverbote und die Sperrung deiner Listings auf Amazon/eBay auslösen. Wer die Produktsicherheit nicht im Griff hat, steht bei einem Schaden in der vollen Produkthaftung — als Importeur haftest du wie der Hersteller.

Wen die GPSR trifft

Onlineshop-Betreiber

Eigener Shop oder Shopify: du bringst Produkte in der EU in Verkehr und trägst die Pflichten.

Amazon- & Marktplatz-Seller

Amazon, eBay, Etsy: die Plattform verlangt Pflichtangaben und kann Listings sperren.

Importeure (Non-EU)

Ware aus China & Co.: du giltst als Wirtschaftsakteur und haftest wie der Hersteller.

Dropshipper

Auch ohne eigenes Lager: sobald du in der EU in Verkehr bringst, greifen die Pflichten.

Die Zeitleiste — seit wann es gilt
13.12.2024GPSR gilt EU-weit — für alle Produkte, die ab diesem Tag in Verkehr gebracht werden. Eine weitere Übergangsfrist gibt es nicht.
BestandswareKonforme Ware, die vor dem 13.12.2024 in Verkehr gebracht wurde, darf weiter verkauft werden (Art. 51 GPSR).
19.02.2026Deutschland: angepasstes Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) in Kraft — nationale Bußgeld- und Marktüberwachungsregeln zur GPSR.

Importeur-Haftung: Wann du zum Quasi-Hersteller wirst

Viele Onlinehändler denken: „Ich habe das Produkt doch nur eingekauft, gebaut hat es mein Lieferant in China.“ Das Produkthaftungsgesetz sieht das anders. § 4 ProdHaftG stellt dich dem Hersteller gleich, sobald einer dieser vier Fälle auf dich zutrifft — dann trägst du die volle Herstellerhaftung, auch ohne eigenes Verschulden.

Fall 1

Import aus Nicht-EU (China/Indien)

Du führst Ware aus China, Indien oder anderem Fernost in den EWR ein? Damit giltst du als Quasi-Hersteller und haftest, als hättest du das Produkt selbst gebaut.

Fall 2

Eigenmarke / Private Label

Du verkaufst unter eigener Marke oder eigenem Logo als „dein“ Produkt? Dann wirst du zum Quasi-Hersteller — selbst dann, wenn die Ware aus der EU stammt.

Fall 3

Relabeling

Du klebst dein Label über ein fremdes oder änderst die Kennzeichnung? Auch das Umetikettieren macht dich nach außen zum Hersteller — mit voller Haftung.

Fall 4

Hersteller nicht feststellbar

Lässt sich der echte Hersteller nicht ermitteln, geht die volle Haftung auf dich als Händler bzw. Importeur über. Du bist der Greifbare in der Kette.

Achtung: Dein Lieferant in Fernost ist im Schadenfall praktisch nicht belangbar — keine Adresse, kein Gerichtsstand, kein Regress. Das Risiko bleibt zu 100 % bei dir. Ein einziger fehlerhafter Import kann eine Kette aus Personenschaden, Schmerzensgeld und Vermögensschaden auslösen — und du stehst allein dafür gerade.

Drei echte Praxisfälle — so schnell wird es ernst

Personenschäden durch mangelhafte Ware

Schadstoffe, scharfe Kanten oder technische Defekte in importierter Ware führen schnell zu echten Personenschäden beim Kunden — mit Heilbehandlungskosten und Schmerzensgeld, für die du als Quasi-Hersteller geradestehst.

Baustopp durch mangelhaftes Material

Hält importiertes Material nicht die deutsche DIN-Norm, kann ein ganzes Bauprojekt stillstehen. Das ist ein reiner Vermögensschaden — genau der Fall, den eine Standard-Police oft ausschließt.

Rückruf einer Charge

Muss eine fehlerhafte Charge zurück, gehen Logistik, Vernichtung und Ersatz schnell ins Fünf- bis Sechsstellige. Ohne Rückruf-Baustein trägst du das allein.

Verschuldensunabhängig — was das für dich heißt
Ohne eigenes VerschuldenSelbst wenn du sorgfältig eingekauft und geprüft hast und der Materialfehler nicht zu entdecken war — du haftest trotzdem.
Beweislast bei dirNicht der Geschädigte muss dir ein Verschulden nachweisen — du bist in der Pflicht, dich zu entlasten.
Lieferant nicht greifbarKeine ladungsfähige Adresse, kein Gerichtsstand, kein durchsetzbarer Regress in Fernost — das Risiko bleibt bei dir.
US-Geschäft

US-Kunden, US-Marktplätze, US-Verträge: warum dort fast immer ein „Additional Insured“ verlangt wird

US-Unternehmen schreiben im B2B-Geschäft seit 2022 fast ausnahmslos eine Zusatzversicherung als Teil der Police vor: den „Additional Insured“. Er nimmt eine weitere Partei schriftlich in die Police auf und gibt ihr Rechte und Schutz aus dem Vertrag – auch wenn der Schadensfall erst später gemeldet wird oder die Police beim ursprünglichen Anbieter gar nicht mehr besteht. Das schützt beide Seiten bei gemeinsamer Haftung, etwa wenn ein US-Auftraggeber oder Marktplatz einen deutschen Anbieter mit Lieferungen oder Leistungen einbindet.

Für die Ausschreibung

Die Prüfung von Geschäftsmodell, Führungsstruktur und Risiko der anfragenden US-Partei bedeutet echten Rechercheaufwand – das schlägt sich im Beitrag nieder und ist bei der Ausschreibung entsprechend einzupreisen.

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HISCOX (Shops by Hiscox)

Verfolgt einen modularen Allround-Ansatz, bei dem Haftpflicht, Cyber-Risiken und Sachinhalt in einer einzigen Police kombiniert werden. Ein zentrales Highlight ist das automatische Mitwachsen: Erweiterungen des Produktsortiments oder der Wechsel zwischen Online- und stationärem Handel sind ohne Meldung sofort mitversichert.
  • Konzept: Integrierter All-in-One-Schutz inkl. Quasi-Herstellerhaftung und EU-Importeur-Haftung
  • Mitwachs-Garantie: Sortiments- und Kanalerweiterungen automatisch mitversichert - ohne Meldung
  • USA-Export & Amazon: COI-Erstellung inkl. "Additional Insured" automatisiert im Online-Antrag
  • USA-Vorsorge: 25.000 EUR im ersten Jahr beitragsfrei mitversichert
  • Bild- & Urheberrechte (IP): bis 25.000 EUR automatisch in der Betriebshaftpflicht enthalten
  • Sachschutz: echte Allgefahren-Deckung in einfachem, verstandlichem Deutsch - auch fur Lager, Buro und mobile Technik weltweit

Klassische Produkthaftpflicht

Eine klassische Produkthaftpflicht-Versicherung (auch: Konventionelle Produkthaftpflicht genannt) wird von den Klassikern, u.a. Provinzial, Baloise, helvetia, Dialog, Zurich oder AXA, immer individuelle geprueft. Ein sauberes Konzept zur Absicherung wird meistens errst mit dem noetigen Umsatz angefasst.
  • Oft meldepflichtig oder Zusatzbaustein
  • Erhebliche Aenderungen meist unverzueglich meldepflichtig
  • Meist manuelle Pruefung / oft Ausschluss
  • USA: Ausschlusskriterium Nummer 1 bei allen klassischen Versicherern
  • Ein Baustein, der individuell im Sonderwording stehen muesste
  • Sachschutz: Immer eine individuelle Police mit erneuter Pruefung UND erneuter Praemienleistung on top...

Allianz (Unternehmensschutz)

Ein Vergleich zwischen Hiscox (Shops by Hiscox) und der Allianz (Unternehmensschutz) verdeutlicht den Unterschied zwischen einem hochspezialisierten E-Commerce-Konzept und einer klassischen, linienbasierten Gewerbeabsicherung.
  • Meldepflichtig: Risikoerhoehungen oder -erweiterung muss angezeigt werden.
  • Eingeschraenkt: Direkte Exporte nach USA sind standardmaessig ausgeschlossen.
  • Ausschluss: IP- und Urheberrechtsverletzungen sind in der Basis exkludiert.
  • Modulabhaengig: Erweiterte Produkthaftpflicht muss explizit vereinbart werden.
  • Benannte Gefahren: Fokus auf klassische Gefahren wie Feuer, Wasser, Einbruch - keine eCom-Neuerungen.
  • Klassisches AHB (Allgemeine Haftpflicht-Bedingungen): umfangreiches, technisches Bedingungswerk.

MARKEL (Markel Pro E-Commerce)

Bietet ein Antragsmodell, das primaer auf die Vermoegensschadenhaftpflicht fokussiert ist und um Bausteine wie Betriebshaftpflicht (BHV), Cyber, D&O oder Vertrauensschaeden ergaenzt werden kann. Es richtet sich an Betreiber von Online-Shops und Internetplattformen.
  • VSH-zentrierter Modulbau waechst nur mit, wenn Jahresmeldeboegen jaehrlich uebermittelt werden - mit umsatzabhaengiger Beitragsanpassung.
  • 20-50% Aufschlag auf die Versicherungspraemie (pauschal); bei neuem Schutz sind weniger Kosten moeglich.
  • Teurer und erst auf Anfrage als Zusatzbaustein absicherbar - Police schwerer zu verstehen.
  • COI ist mit massivem Aufschlag versehen - kein explizit genanntes Vorsorge-Paket.
  • Kernbestandteil ist die VSH-Deckung, ergaenzt um erweiterte Produkthaftpflichtschaeden.
  • Benannte Gefahren per Baustein versicherbar, Klauseln stark an HISCOX angelehnt.
Ratgeber & FAQ

Produkthaftpflicht, GPSR & Importeur-Haftung: die häufigsten Fragen

Aus der täglichen Beratung von Amazon-, Shopify- und Import-Händlern — kurz, ehrlich und ohne Panikmache.

Die Produkthaftpflichtversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen, wenn ein von dir verkauftes Produkt einen Personen- oder Sachschaden bei einem Dritten verursacht. Laut dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) bist du für Fehler deiner Ware verantwortlich – und im eCommerce landest du schneller in der Haftung, als du denkst.

Der eCommerce-Faktor: Wenn du Waren aus Nicht-EU-Ländern (z. B. China) importierst oder Produkte unter deiner eigenen Marke verkaufst, haftest du rechtlich als Quasi-Hersteller. Das bedeutet: Du stehst für Fehler des eigentlichen Produzenten so gerade, als hättest du das Produkt selbst gebaut.

Stand: September 2026. Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung — die konkreten Bedingungen entscheidet die Ausschreibung für deinen Fall.