Die 5 fundamentalen Produkthaftpflicht Versicherungen...
Produkthaftpflicht für deinen Online-Handel ausschreiben
Ein paar kurze Fragen zu deinem Shop — wir gleichen dein Profil mit den passenden Spezial-Versicherern ab (u. a. Hiscox, Markel) und melden uns persönlich mit einer ersten, ehrlichen Einschätzung. Gilt auch für Amazon-COI, Quasi-Hersteller-Haftung und USA-Verkauf.
2 Minuten · kostenfrei · unverbindlich- Bedingungen verglichen, nicht nur der Preis
- Amazon-COI & Quasi-Hersteller-Haftung mitgedacht
- USA/Kanada-Deckung optional gleich mit ausgeschrieben
- Antwort persönlich von Jan Ruhoff, keine Hotline
Typische Schadensfälle die versichert sein sollten...
Produkthaftpflichtversicherungen
Wichtige Fakten: NICHT in Produkthaftpflichtversicherungen
Wichtige Fakten: NICHT in Produkthaftpflichtversicherungen
Produkthaftpflichtversicherung Vergleich
Betriebshaftpflicht
passiver Rechtsschutz
Vermögensschäden
Quasi-Hersteller (alle EU-Importe)
Online-Klickstrecke, die in 19 Schritten richtig ausschreibt & versichert
GPSR-Versicherung: Was die Produktsicherheitsverordnung für deinen Shop bedeutet
Die General Product Safety Regulation (GPSR, EU 2023/988) gilt seit dem 13.12.2024 EU-weit für alle Produkte, die ab diesem Tag in Verkehr gebracht werden; in Deutschland ist das angepasste Produktsicherheitsgesetz seit dem 19.02.2026 in Kraft. Sie macht Onlinehändler, Importeure und Marktplatz-Seller zu Wirtschaftsakteuren mit klaren Pflichten. Kurz: Du haftest für die Sicherheit deiner Produkte — und musst das belegen können. Eine „GPSR-Versicherung“ im engeren Sinn gibt es nicht: Der Schutzschirm dahinter ist die Produkthaftpflicht mit Rückruf- und Quasi-Hersteller-Baustein.
Verantwortliche Person in der EU
Verkaufst du Non-EU-Ware, brauchst du eine benannte verantwortliche Person mit Sitz in der EU. Fehlt sie, darf das Produkt nicht in Verkehr gebracht werden.
Produkt-Doku & Risikoanalyse
Technische Unterlagen, Warnhinweise, Rückverfolgbarkeit. Bei Kontrolle musst du liefern — sonst drohen Sanktionen.
Pflichtangaben im Listing
Art. 19 GPSR: Herstellerangaben, EU-Verantwortlicher, Produktidentifikatoren und Warnhinweise pro Angebot — auch auf Amazon & Shopify.
Rückruf- & Meldeprozess
Bei Sicherheitsproblemen musst du reagieren, melden und ggf. zurückrufen können — organisatorisch und finanziell.
Wen die GPSR trifft
Onlineshop-Betreiber
Eigener Shop oder Shopify: du bringst Produkte in der EU in Verkehr und trägst die Pflichten.
Amazon- & Marktplatz-Seller
Amazon, eBay, Etsy: die Plattform verlangt Pflichtangaben und kann Listings sperren.
Importeure (Non-EU)
Ware aus China & Co.: du giltst als Wirtschaftsakteur und haftest wie der Hersteller.
Dropshipper
Auch ohne eigenes Lager: sobald du in der EU in Verkehr bringst, greifen die Pflichten.
Importeur-Haftung: Wann du zum Quasi-Hersteller wirst
Viele Onlinehändler denken: „Ich habe das Produkt doch nur eingekauft, gebaut hat es mein Lieferant in China.“ Das Produkthaftungsgesetz sieht das anders. § 4 ProdHaftG stellt dich dem Hersteller gleich, sobald einer dieser vier Fälle auf dich zutrifft — dann trägst du die volle Herstellerhaftung, auch ohne eigenes Verschulden.
Import aus Nicht-EU (China/Indien)
Du führst Ware aus China, Indien oder anderem Fernost in den EWR ein? Damit giltst du als Quasi-Hersteller und haftest, als hättest du das Produkt selbst gebaut.
Eigenmarke / Private Label
Du verkaufst unter eigener Marke oder eigenem Logo als „dein“ Produkt? Dann wirst du zum Quasi-Hersteller — selbst dann, wenn die Ware aus der EU stammt.
Relabeling
Du klebst dein Label über ein fremdes oder änderst die Kennzeichnung? Auch das Umetikettieren macht dich nach außen zum Hersteller — mit voller Haftung.
Hersteller nicht feststellbar
Lässt sich der echte Hersteller nicht ermitteln, geht die volle Haftung auf dich als Händler bzw. Importeur über. Du bist der Greifbare in der Kette.
Drei echte Praxisfälle — so schnell wird es ernst
Personenschäden durch mangelhafte Ware
Schadstoffe, scharfe Kanten oder technische Defekte in importierter Ware führen schnell zu echten Personenschäden beim Kunden — mit Heilbehandlungskosten und Schmerzensgeld, für die du als Quasi-Hersteller geradestehst.
Baustopp durch mangelhaftes Material
Hält importiertes Material nicht die deutsche DIN-Norm, kann ein ganzes Bauprojekt stillstehen. Das ist ein reiner Vermögensschaden — genau der Fall, den eine Standard-Police oft ausschließt.
Rückruf einer Charge
Muss eine fehlerhafte Charge zurück, gehen Logistik, Vernichtung und Ersatz schnell ins Fünf- bis Sechsstellige. Ohne Rückruf-Baustein trägst du das allein.
US-Kunden, US-Marktplätze, US-Verträge: warum dort fast immer ein „Additional Insured“ verlangt wird
US-Unternehmen schreiben im B2B-Geschäft seit 2022 fast ausnahmslos eine Zusatzversicherung als Teil der Police vor: den „Additional Insured“. Er nimmt eine weitere Partei schriftlich in die Police auf und gibt ihr Rechte und Schutz aus dem Vertrag – auch wenn der Schadensfall erst später gemeldet wird oder die Police beim ursprünglichen Anbieter gar nicht mehr besteht. Das schützt beide Seiten bei gemeinsamer Haftung, etwa wenn ein US-Auftraggeber oder Marktplatz einen deutschen Anbieter mit Lieferungen oder Leistungen einbindet.
Die Prüfung von Geschäftsmodell, Führungsstruktur und Risiko der anfragenden US-Partei bedeutet echten Rechercheaufwand – das schlägt sich im Beitrag nieder und ist bei der Ausschreibung entsprechend einzupreisen.
Produkthaftpflicht, GPSR & Importeur-Haftung: die häufigsten Fragen
Aus der täglichen Beratung von Amazon-, Shopify- und Import-Händlern — kurz, ehrlich und ohne Panikmache.
Die Produkthaftpflichtversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen, wenn ein von dir verkauftes Produkt einen Personen- oder Sachschaden bei einem Dritten verursacht. Laut dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) bist du für Fehler deiner Ware verantwortlich – und im eCommerce landest du schneller in der Haftung, als du denkst.
Der eCommerce-Faktor: Wenn du Waren aus Nicht-EU-Ländern (z. B. China) importierst oder Produkte unter deiner eigenen Marke verkaufst, haftest du rechtlich als Quasi-Hersteller. Das bedeutet: Du stehst für Fehler des eigentlichen Produzenten so gerade, als hättest du das Produkt selbst gebaut.
Stand: September 2026. Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung — die konkreten Bedingungen entscheidet die Ausschreibung für deinen Fall.
Ratgeber für Onlinehändler
Vertiefe dein Thema — fünf Leitfäden rund um Haftung, Pflichten und den richtigen Schutz für deinen Shop.